Übergabe der Dokumente des Grenzopfers Fred Woitke an die Gedenkstätte Deutsche Teilung Marienborn
Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Freundinnen und Freunde der Gedenkstätte,
ich möchte Sie auf unsere nächste Veranstaltung aufmerksam machen und ganz herzlich einladen zur
Übergabe der Dokumente des Grenzopfers Fred Woitke an die Gedenkstätte Deutsche Teilung Marienborn
am Montag, den 2. Februar 2026, 13:00 Uhr, in der Gedenkstätte Deutsche Teilung Marienborn
Der 23-jährige Zimmermann Fred Woitke aus Eisenhüttenstadt versuchte am 21. April 1973 mit einem LKW die DDR-Grenze an der Grenzübergangsstelle Marienborn zu durchbrechen. Sein Fluchtfahrzeug überschlug sich an der Straßenrollsperre, woraufhin vier Grenzer das Feuer auf den Fliehenden eröffneten. Woitke verstarb wenige Stunden später im Krankenhaus.
Die Dokumente, die er zum Zeitpunkt bei sich trug, gelangten aus den Beständen des Ministeriums für Staatssicherheit in den Besitz des Bundesarchivs. Dort wurden sie von Michael Teupel wiederendeckt. Teupel, der die Benennung des Bahnhofsvorplatzes von Helmstedt nach Woitke anregte, stellt die Objekte mit Unterstützung der Angehörigen der Öffentlichkeit zur Verfügung. Sie sind nun erstmals am Ort von Woitkes Ermordung zu sehen und erinnern an das Leben des jungen Mannes. Insbesondere der von einem Einschusslos gezeichnete Sozialversicherungsausweis von Woitke symbolisiert die Brutalität des DDR-Grenzregimes.
Die Gedenkstätte stellt die Dokumente vom 2. Februar bis zum 2. August 2026 aus. Zuvor waren sie im Zonengrenzmuseum Helmstedt zu sehen.
Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Der Eintritt ist frei.
Wir freuen uns auf Ihren Besuch.
Viele Grüße
Dr. Felix Ludwig
stellvertretender Leiter
Stiftung Gedenkstätten Sachsen-Anhalt
Gedenkstätte Deutsche Teilung Marienborn
An der Bundesautobahn 2
39365 Marienborn
Tel.: 039406-9209-13
E-Mail: felix.ludwig@erinnern.org
Web: www.erinnern.org
Facebook: www.facebook.com/GedenkstaetteMarienborn
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